Woher kommt die Gewaltbereitschaft
junger Menschen?
Überlegungen anhand der neuesten Forschung
Allgemeine Forschungsergebnisse
- Menschen können ihr Denken
und Verhalten nur durch erhaltene positive Signale in ein positives
Verhalten gegenüber der Solidargemeinschaft umsetzen.
Ergebnisse der Hirnforschung
- Negative Gefühle werden
vom Gehirn intensiver wahrgenommen als Positive.
- Schmerz ist das intensivste
negative Gefühl.
- Entgegen bisherigen Annahmen
wird nicht nur ein körperliches Schmerzgefühl vom menschlichen
Gehirn als Schmerz registriert, sondern auch Armut im Verhältnis
zur Solidargemeinschaft, Mobbing, nicht körperliche Strafen
und Unsicherheit. Eine verstandesmäßige Beeinflussung
des Gehirns ist dabei unmöglich.
- Junge Menschen leben in einer
anderen Welt. Was verantwortungsbewusste Erzieherpersönlichkeiten
längst wissen, hat die Hirnforschung belegt. Im Alter von
sechzehn bis achtzehn Jahren werden die Gehirne der Menschen
total neu programmiert. Ob und inwieweit Erfahrungen in den Jugendjahren
dabei eine Rolle spielen, wurde bisher noch nicht untersucht.
Dass dies keine Rolle spielt, halten wir eher für unwahrscheinlich.
Durch unsere Forschung belegte
These
- Übermäßig empfundener
Schmerz erhöht die Gewaltbereitschaft und verursacht psychosomatische
Erkrankungen.
Was kann übermäßiges
Schmerzempfinden verursachen und damit psychosomatische Erkrankungen
und Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen hervorrufen.
Am Beispiel fehlenden Vertrauens
- Zuerst ist, wie unsere Forschung
belegt, das persönliche Vertrauen eines Zöglings zu
den Personen erforderlich, die mit seiner Erziehung betraut sind.
Ist dieses Vertrauen gestört, löst dies im Gehirn Schmerz
aus. Dabei sucht der Zögling die Ursache zuerst
bei sich selber. Diesen Zustand kann man als emotionale Verzweiflung
umschreiben. Das Bemühen darum, anerkannt und geliebt zu
werden, bestimmt deshalb das Leben des jungen Menschen. Dies
kann bereits erkennbar eine der Ursachen für Gewaltbereitschaft
und psychosomatische Erkrankungen sein. Aber auch Ursache für
eine massive Lernverweigerung gepaart mit der Eigenschaft, sich
in die Solidargemeinschaft anderer Menschen einzufügen.
Die Beeinflussbarkeit und positive Führung eines solchermaßen
geschädigten jungen Meschen ist stark eingeschränkt,
mit all den damit verbundenen negativen Folgen. Erfolgt keine
Abhilfe, kann dies zu einem Trauma führen, das Menschen
durch das ganze Leben begleitet und in vielfacher Weise deren
Verhalten bestimmt.
Am Beispiel mangelhafter Führung
- Mangelnde Führung bedingt
Unsicherheit. Junge Menschen haben ein Bedürfnis danach,
von Personen ihres Vertrauens geführt zu werden. Dieses
Bedürfnis kann durchaus missbraucht werden und so ein Missbrauch
kann junge Menschen gefährden. Deshalb ist die Umgebung,
in der junge Menschen aufwachsen von großer Bedeutung,
denn sie kann ihnen dabei helfen, Missbrauch zu erkennen.
- Dieses geführt werden ist
zudem verbunden mit einer Sehnsucht nach Schutz, einem Bedürfnis
danach beschützt zu werden. Eine Mutter, die bedingungslos
für ihre Kinder einsteht, macht damit instinktiv genau das
Richtige. Bestanteil eines solchen Schutzbedürfnisses ist
ein Verlangen nach Strafe, für tatsächliches oder vermeintliches
unrechtes Handeln ein.
- Nur wer die Macht hat zu strafen,
hat auch die Macht zu beschützen. Dieses Verständnis
ist eine grundlegende Eigenschaft der anderen Persönlichkeit,
die jungen Menschen vor der Neugestaltung der Gehirne zu eigen
ist. Der Rückschluss, wer mich nicht betraft liebt, achtet,
mag mich nicht ist dabei durchaus präsent. Dies spielt auch
im Bereich der Bildung eine große Rolle, denn junge Menschen
sind nicht in der Lage für sich zu lernen, auch wenn man
ihnen das täglich sagen sollte. Um lernen zu können,
bedarf es einer inneren Einstellung dazu. Deshalb sind junge
Meschen zu besonderen Lernanstrengungen nur für Meschen
fähig, zu denen sie großes Vertrauen haben. Fr verhasste
Menschen lernen sie nicht. Anderes lässt die sich vom Erwachsenengehirn
unterscheidende Programmierung junger Gehirne gar nicht zu. Fehlende
Führung kann deshalb Gewaltbereitschaft und psychosomatische
Störungen hervorrufen.
Am Beispiel unüberlegten
Strafens
- Unüberlegtes Strafen ist
ein weiterer wichtiger Punkt. In der Datei Strafen sind die unterschiedlichsten
Strafen beschrieben dazu die bekannten Wirkungen, die bei deren
Anwendung auftreten können. Junge Menschen angemessen zu
bestrafen ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick
erscheint.
- Erinnern wir uns doch bitte
daran, dass Menschen nur durch positive Signale zu einer für
die Solidargemeinschaft positiven Änderung ihres Verhaltens
kommen können.
- Erinnern wir uns auch daran,
dass Strafen vom Gehirn unabhängig vom Verstand als Schmerz
registriert werden und übermäßiger Schmerz grundsätzlich
zu erhöhter Gewaltbereitschaft und psychosomatischen Störungen
führt.
- Also gar nicht strafen? Auch
das kann zu erhöhter Gewaltbereitschaft und psychosomatischen
Störungen führen, da das Strafbedürfnis junger
Menschen negiert wird und diese dadurch die für sie so wichtige
emotional geprägte Sicherheit verlieren. Anschluss an vermeintlich
Starke wird gesucht und diese vermeintlich Starken sind oft andere
junge Menschen, die schon übermäßig gewaltbereit
sind oder Erwachsene, welche die Situation in der sich die jungen
Menschen dann befinden missbrauchen.
- Erinnern wir aus auch den Feldversuch
in den USA aus den fünfziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Zwei identische Gruppen aus Schülerinnen und Schülern
wurden gebildet. Einer Gruppe wurde nichts untersagt, sonder
sie hatten totale Freiheit sich zu entwickeln. Die andere Gruppe
wurde der bisher geltenden und bewährten sogenannten autoritären
Erziehung unterworfen. Man erwartete und wünschte
sich, dass die jungen Menschen sich in völliger Freiheit
besonders positiv entwickeln. Das Gegenteil war der Fall. Der
Feldversuch musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die unter
den jungen Menschen dieser völlig frei Erzogenen eine unglaubliche
Gewaltbereitschaft entwickelte. Diese wurde derart massiv, dass
ein Weiterführen des Versuches nicht mehr verantwortbar
war.
- Wir lernen daraus, dass es wie
so oft auf das richtige Maß ankommt.
- Daneben ist von großer
Bedeutung, wie der junge Mensch nicht etwa verstandesmäßig,
sondern wie er gefühlsmäßig seine Bestrafung
verarbeitet. Nicht das, was eine Erzieherpersönlichkeit
für richtig oder falsch hält, ist bei einer Bestrafung
entscheidend, sonder das emotionale Empfinden des Zöglings.
Dies bedeutet, dass wie eingangs erwähnt, eine positive
persönliche Beziehung zwischen der Erzieherpersönlichkeit
und dem Zögling unabdingbar ist.
- Aber es gibt auch eine Eigenschaft
des jungen Gehirns, das ein Strafen in positivem Sinne möglich
macht. Es ist die Eigenschaft, Schmerz, dann, wenn er vom jungen
Menschen emotional als etwas ihm Helfendes, Positives empfunden
wird, nicht so intensiv zu registrieren, wie es üblicherweise
geschieht, sondern, wie unsere Forschung belegt, sogar in positivem
Sinne registrieren kann. Das bedeutet, dass ein Strafen in einem
positiven Sinne möglich ist. Wir beschreiben dieses Phänomen,
als das flagellantische Phänomen zurückgehend
auf sie sogenannten Flagellanten des dreizehnten bis fünfzehnten
Jahrhunderts, die körperliche Schmerz als ein Mittel zur
Versöhnung betrachteten. Bei ihnen war es Schmerz, den diese
sich selber zufügten und der sie mit Gott versöhnen
sollte. Hier diente also bewusst gefühlter Schmerz dazu,
ein inneres Gleichgewicht wieder zu erlangen und für begangenes
Unrecht eine Versöhnung zu bewirken. Genau so ist es, wenn
man junge Menschen bestrafen muss und dies in einem positiven
Sinne zu tun gedenkt. Auch dabei ist ganz entscheidend, dass
der junge Mensch dies emotional nicht als einen gegen sich gerichteten
Akt fühlt, sondern es für ihn als Mittel zur Versöhnung
wird und einen emotionalen Ausgleich bewirkt.
- Im klinischen Bereich wissen
wir darum, dass bei erklungen des Triebsystems ein Elektroschock
zu einem Abbau der Stresssituation führt, in der sich diese
Menschen befinden. Gleiches lässt sich bei körperlichen
Züchtigungen auf das Gesäß nachweisen, die weder
zu nachlässig, noch zu stark erfolgen, bei denen ein Vertrauensverhältnis
zwischen der Erzieherpersönlichkeit und dem Zögling
besteht, die ein einer den jungen Menschen als Partner achtenden
Atmosphäre ausgeführt werden, nicht erniedrigen oder
beschämen und die von innerer Last und Schuldgefühlen
zu befreien geeignet sind. Kurzum als Mittel zur Versöhnung
eingesetzt werden. Dies wird dann von den jungen Menschen auch
positiv aufgenommen und dank des flagellantischen Phänomens
vom Gehirn nicht als starker negativer Schmerz registriert. Es
kann sogar dazu führen, dass das Gehirn die gar nicht als
Schmerz registriert, ja es ist sogar unter bestimmten Umständen
und Voraussetzungen möglich, dass dies vom Gehirn als ein
von Last befreiendes positives Signal empfunden wird.
- Einen weiteren Einblick in diese
Zusammenhänge erhalten Sie durch eine entsprechende Auswertung
der Fragebogen und die vorliegenden autobiografischen Schilderungen,
die nicht reine Sachverhalte aufzeigen und aufzeigen sollen,
sondern Einblicke in den jeweiligen Gemütszustand ermöglichen.
- Fassen wir zusammen: Auf Strafen
kann man in der Pädagogik nicht verzichten, sondern diese
sind erforderlich. Strafen ohne gründliche Überlegung
vorgenommen, bergen die große Gefahr, dass sie, obwohl
anderes beabsichtigt, die Gewaltbereitschaft junger Menschen
erhöhen und auch psychosomatische Krankheitsbilder hervorrufen
können. Nur bei entsprechendem Einfühlungsvermögen,
Akzeptanz der jungen Menschen als gleichwertige Persönlichkeit
und einer vertrauensvollen Beziehung können Strafen für
junge Menschen zu der notwendigen Hilfe werden, die unabdingbar
scheint.
Am Beispiel religiösen
Desinteresses
- In einem christlich geprägten
Land wie Deutschland werden jungen Menschen nicht nur die Zehn
Gebote vermittelt, sondern auch religiöse Werte, an
die sie sich halten sollen. Proteste geben einflussreiche Strömungen
in der Gesellschaft, die diese Werte bewusst missachten, bleiben
aus. Hier wird so getan, als gelte das alles nur für eine
kommende Welt. Für junge Menschen ist deshalb nicht schlüssig,
warum sie sich dann bereits hier danach richten sollen, wenn
es die allgemeine christliche Gesellschaft nicht tut. Noch nicht
einmal die in diesem Lande ausschließlich dem Mammon dienenden
Rahmenbedingungen für das Zusammenleben der Menschen werden
kritisiert. Antichristliche Rahmenbedingungen also.
- Auf die Spitze getrieben wird
eine solche Haltung, durch sogenannte Fundamentalistische
Evangelikale sie eine antichristliche Wertehaltung einnehmen
und dabei von dem sogenannten Antichristen warnen. Dabei tun
sie so, als sei die Bezeichnung der Antichrist ein
natürlicher Mensch und nicht etwa eine Geisteshaltung, vergleichbar
der imaginären Person, die man als der Christ
bezeichnet!
- In Diskussionen kommt dann das
Pauluswort als Argument: Alle Obrigkeit ist von Gott!
Auch ein Hitler oder in neuerer Zeit Gadafi? Und wie eist es
in der Demokratie? Da wird gelehrt die Obrigkeit sei der Bürger,
damit auch der christliche Bürger. An einer Veränderung
der antichristlichen Lebensbedingungen in Deutschland scheint
diese angeblich christliche Herrschergemeinschaft aber kein Interesse
zu haben.
- Junge Menschen leben im Hier
und Jetzt. Nur die Lehrer von christlichen Werten ist da zu wenig,
diese sind sicherlich auch einzufordern. Hier fühlen sich
die jungen Menschen allein gelassen und der Willkür nichtchristlicher
Kreise ausgeliefert. Emotional empfundene Wut ist die Folge.
Diese ist durchaus geeignet, junge Menschen zu verblenden und
zu Gewalttaten zu veranlassen. Psychosomatische Störungen
sind zudem auch nicht ausgeschlossen.
Am Beispiel politischen Geschehens
- Als christliches Ideal gilt
auch in der Politik der Anspruch, allen Menschen in diesem Lande
ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Dieses Ziel
zu erreichen, dem sollte auch die Verfassung dienen. Bedauerlicherweise
werden die politischen Rahmenbedingungen dieser Vorgabe nicht
nur in keinster Weise gerecht, sondern sie bewirkten ganz bewusst
das Gegenteil. Reiche und besser Verdienende werden bevorzugt,
ärmere Bevölkerungsschichten weiter in Armut und Elend
getrieben. Ein sozialer Missstand ist bedauerlicherweise und
obwohl durchaus vermeidbar die Regel.
- Dafür verantwortlich ist
nicht zuletzt die Lobbyarbeit einflussreicher Kreise, die in
ihrem Kern nichts anderes darstellt, als das, was man allgemein
als Korruption bezeichnet. Das geht sogar schon so weit, dass
die Führungsschicht in der Politik Unternehmen gestattet
ihre eigenen Gesetze zu schreiben.
- Dafür verantwortlich ist
eine überbordende Bürokratie, die schon längst
nicht mehr bezahlbar ist. Trotzdem tut Politik so,
als koste Verwaltung nichts. Dabei muss doch jedem klar sein,
dass jedes einzelne Gesetz ein mehr an Verwaltungsaufwand bedingt.
Anstatt deshalb Gesetze abzubauen und die Verwaltung effizienter
zu gestalten, werden Gesetze und Verwaltungsapparat weiter aufgebläht.
Unbequemes wird damit abgetan, dass es angeblich keine Alternative
gäbe, dabei gibt es immer Alternativen, es ist nur die Frage,
ob man das möchte oder nicht!
- Dafür verantwortlich ist
eine selbstherrliche Bürokratie, die sich über die
Gesetze stellt. Uns ist ein Fall bekannt, wo eine oberste Verwaltungsbehörde
unter grober Missachtung von Recht und Gesetz, sowie verfassungsrechtlicher
Vorgaben mittels eines angeblichen Rechtsgutachtens einem Gericht
Rechtsbeugung ermöglichte. Das zuständige Ministerium
wies eine Dienstaufsichtsbeschwerde zurück. Prozesskostenhilfe
wurde verweigert, da ein Verfahren aussichtslos sei. Die Staatsanwaltschaften
verweigerten ein Tätigwerden, da ihnen angeblich eine Nachforschung
wegen Rechtsbeugung vom Verfassungsgericht verboten sei. Damit
wird deutlich, dass der Zugang zum Bundesverfassungsgericht für
ärmere Bevölkerungsschichten nicht möglich ist
und diese, da bekanntlichermaßen eine Krähe der anderen
kein Auge aushackt, behördlicher und gerichtlicher Willkür
hilflos ausgeliefert sind. Gerade unter den ärmeren Mitbürgern
machen bestimmt viele eine solche Erfahrung. Der Prophet Jesaja
sagt dazu (10,1,2): Weh denen, die ungerechte Gesetze machen,
um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht
der Elenden.
- Dafür verantwortlich ist
die Aussichtslosigkeit für tausende junger Menschen, ein
menschenwürdiges Dasein führen zu können. Schon
in der Schule werden einseitig bestimmte Fähigkeiten gefördert
und viele dabei verkommen. Etwas ausgleichen können diesen
Missstand auch nur vermögende Bevölkerungsschichten.
Eine Ellbogengesellschaft wird gefördert, obwohl Menschen
sinnlos auf der Strecke bleiben.
- Dass die beschriebene Situation
in Deutschland junge Menschen gewaltbereit werden lässt,
ist leicht nachzuvollziehen. Aber auch psychosomatische Erkrankungen,
die in Deutschland eklatant zunehmen, sind das Ergebnis solcher
Politik. Damit geht aus dem Verhalten unseres Staates eine schwere
und nicht zu unterschätzende Gefährdung der jungen
Menschen aus, da dieses Handeln die Gesellschaft spaltet und
mehr und mehr Gewaltbereitschaft erzeugt.
Resumee
- Diese Beispiele lassen sich
beliebig fortsetzen. Deutlich wird, dass die zunehmende Gewaltbereitschaft
junger Menschen nicht von Himmel fehlt, sondern das Produkt herrschender
gesellschaftlicher Ordnung ist. Deutlich wird sicherlich auch,
in welcher Richtung man forschen und denken muss, will man dieses
Phänomen bekämpfen. Zum Dritten wird deutlich, dass
es keine einfachen Lösungen gibt und geben kann. Eskalierende
Gewalt gegen junge Menschen ist allerdings, auch das sollte erkennbar
sein, der falsche Weg. Gewalt ist nur dann überhaupt zu
akzeptieren, wenn sie den jungen Menschen fördert und ihm
hilft.
Was wäre zu fordern will
man dieses ändern
- Rahmenbedingungen, die die Solidargemeinschaft
nicht weiterhin spalten. Dazu gehört die Einsicht, dass
eine angemessene Rente im Alter, Hilfe in Notlagen und eine angemessene
Versorgung im Krankheitsfall sowie auch eine Erziehung zu solidarischem
Miteinander und Bildung entsprechend den persönlichen Fähigkeiten
eine solidarische Aufgabe aller sein muss, zu der jeder seinem
Einkommen entsprechend beizutragen hat. Die bestehenden Ausnahmen
für Politiker, Millionäre, Beamte und sogenannte besser
verdienende sin inakzeptabel.
- Im Bereich der schulischen Bildung
wird es durch die Weiterentwicklung auf Dauer nicht möglich
sein, ein so umfassendes Allgemeinwissen zu vermitteln, wie es
das jetzige Schulsystem vorsieht. Erforderlich ist ein Basiswissen,
das für alle erreichbar sein muss und ein den individuellen
Fähigkeiten der jungen Menschen entsprechendes Spezialwissen.
So etwas könnte man dadurch erreichen, dass junge Menschen,
neben der erforderlichen Allgemeinbildung, ihre persönlichen
Fähigkeiten in Leistungskursen weiterentwickeln. Macht man
wenigstens drei Leistungskurse zur Pflicht wird auch dadurch
eine vielfältige Bildung erreicht. Allerdings sollten dann
auch für alle Fähigkeiten entsprechende Leistungskurse
angeboten werden und das können durchaus fünfzig und
mehr sein. Dadurch wird deutlich, dass sie si etwas nur in sehr
großen Bildungseinrichtungen realisieren lässt. Zudem
gibt die Logistik vor, dass dieses nur in Wocheninternaten geleistet
werden kann, die von Schülerinnen und Schülern ab einem
gewissen Alter von Montag bis Freitag besucht werden. Aber, ehe
man so etwas realisieren kann, ist ein grundsätzliches Umdenken
erforderlich und die Einsicht, dass eine gespaltene Gesellschaft
nicht weiterführt.
Undefinierte emotionale Angst
fördert die Gewaltbereitschaft
- Bei der Forderung nach einem
anderen Umgang mit den jungen Menschen bei Bildung und Erziehung
kommt es ganz wesentlich darauf an, dass Angst eine der intensivsten
Gefühlssituationen ist, die eine Gewaltbereitschaft unterstützt
und leicht dazu führt, sich Gewalttätern anzuschließen.
Emotionale Angst kann durch viele Zustände hervorgerufen
und verstärkt werden, die hier aufzuführen, diese kurze
Erläuterung nicht zulässt. Wichtig ist deshalb, den
jungen Menschen das Gefühl der Sicherheit, des Geborgenseins
in der Gesellschaft zu vermitteln. So etwas wird durch ein unüberlegtes
Strafen zerstört und damit wären wir wieder am Ausgangspunkt,
der Tatsache, dass Strafen Schmerz verursachen.
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